Publiziert am 18 Aug '05 - um 01:09 unter den Stichworten:
Medien
Es gibt Wörter, die sprechen Bände. Welches Glück, wenn die eigene Berufsbezeichnung beim Gegenüber starke Bilder wachruft. Ohrenarzt - da laufen ganze Filme vor meinem inneren Auge ab. Was kann dagegen ein Content-Manager ausrichten? Oder ein Web editor/producer?
Vom Leiden am Internet-Slang spricht Mac Slocum in seinem
neusten E-Media Tidbit auf Poynter. Zu den saftlosen Begriffen gehört seiner Meinung nach auch der Podcast oder der RSS-Feed. Dabei hat er wenigstens den Vorteil, sich mit den meisten der bemängelten Kürzel und Neologismen im Umfeld seiner Muttersrache Englisch zu bewegen.
Doch Slocum rundet seine Kritik mit einer positiven Note ab. Er habe erlebt, wie einem Gespächspartern ein Licht aufgegangen sei, als er den Unterschied zwischen traditionellen Medien und Online-Medien mit den Begriffen "statische Artikel" versus "Konversation" erläutert habe. Scheit mir klug zu sein.
Allerdings würden wohl auch ganz traditionelle Buchautoren für sich in Anspruch nehmen, mit ihren Lesern im Dialog zu stehen.
Slocums Aufruf, treffende Begriffe für die Online-Welt zu suchen, teile ich hingegen voll und ganz.
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